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Ein Traumschiff, ein Serienstar und ein einzigartiges Hotel

24 Stunden Bremerhaven: Von der MS Artania über die MS Amadea ins Atlantic Hotel Sail City

Verrückt nach Meer“, „Das Traumschiff“ und ein Hotel, das nicht nur durch seine Architektur besticht - das Atlantic Hotel Sail City. Wo gibt es das? In Bremerhaven! 24 Stunden in der wunderschönen Stadt an der Weser. Ich hab mich mal auf den Weg gemacht.  
Morgens um 6.30 Uhr geht es im Sauerland los: Das erste Ziel an diesem Samstag ist das Columbus Cruise Center in Bremerhaven, das ich dreieinhalb Stunden später erreiche. Dort liegen die MS Artania und die MS Amadea Bug an Bug an der Pier. Ich habe mich für die Besuche beider Schiffe registrieren lassen. Drei Stunden Kreuzfahrtluft zu schnuppern, das macht Spaß, obwohl man natürlich auch - etwas gemütlicher - nur ein Schiff hätte besichtigen können. Ich bin aber ehrgeizig, wenn sie doch gemeinsam in Bremerhaven liegen, nutze ich die Gelegenheit.

Nase an Nase: Die MS Artania und die MS Amadea.

Die Amadea im Visier.

Die Artania kennen wir aus der ARD-Serie "Verrückt nach Meer", und mal ganz ehrlich, wer möchte nicht auch mal erleben, wie es sich anfühlt, übers TV-Schiff zu laufen? Vielleicht treffe ich ja den TV-Kapitän schlechthin. Doch von Morten Hansen fehlt an diesem Tag jede Spur. Meine Laune bleibt dennoch bestens.
Seit 2011 gehört die Artania zur Flotte von Phoenix-Reisen, und das erste, was mich begeistert: Es gibt auf der Artania keine Innenkabinen! 231 Meter lang, 29 Meter breit, neun Passagierdecks für 1200 Passagiere. Das bedeutet viel Platz für die Gäste, die in Außenkabinen mit Panoramafenster oder Balkon wohnen. Das würde mir auch gefallen.
Mich zieht es immer zuerst an Deck. Wie sind die Pools, gibt es dort Bars, wie sehen die Liegen aus? Gibt es Nischen, in die man sich mal zurückziehen kann? All das ist mir wichtig. Der erste Eindruck: Klasse. Beide Poolbereiche gefallen mir, im Bereich der Kopernikus Bar gibt es einen etwas kleineren Pool, dazu kommt ein Whirlpool, aus dem heraus man wunderbar aufs Fahrwasser schauen kann. Geht man aus diesem Poolbereich Richtung Heck, findet man den Artania-Pool, in dem man auch ein paar echte Bahnen ziehen kann. Mir gefällt, dass sich nicht Sonnenliege an Sonnenliege reiht.

Die Artania ist ein echter Klassiker unter den Kreuzfahrtschiffen, nicht super modern, aber auch nicht altbacken, kommt vielmehr zeitlos, aber durchaus attraktiv daher. Schöne Bereiche sind die über zwei Decks offene Lobby, die Promenaden im Inneren des Schiffes, die Lounges und Bars. In ansprechenden Restaurants – eines davon mit Terrasse – wird dafür gesorgt, dass es den Passagieren auch kulinarisch gut geht.
Taufpatin der Artania ist übrigens Lady Diana.

Mobirise
Weiter geht es für mich zum nächsten Phoenix-Star – der MS Amadea. Die Amadea ist zusammen mit der MS Deutschland das kleinste und damit auch familiärste Schiff der Flotte. Für gerade mal 600 Passagiere in 317 Kabinen ist ordentlich Platz, und das eher gemütliche Ambiente ziehen viele Kreuzfahrer vor. Auch wenn der Trend in der Kreuzfahrtbranche in Richtung immer größer werdender Schiffe geht - die kleinen Schiffe haben viele Fans. Die Amadea ist das aktuelle Schiff aus der ZDF-Serie „Das Traumschiff“ und besticht dadurch, dass alles so klein im positiven Sinne und überschaubar ist. Aber dennoch hat der Passagier viel Raum für sich. Das Phoenix-Flagschiff ist nur 192 Meter lang und 24,7 Meter breit. Nach ein paar Tagen kennt man sich vermutlich unter den Passagieren, ganz anders als auf den Ozeanriesen, wo man am Ende der Reise das Gefühl hat, nur ein paar von mehreren Tausend Gesichtern zu kennen. Es ist uns schon mehrfach passiert, dass wir mit anderen Reisenden anfangs der Tour ins Gespräch kamen und wir uns erst bei der Abreise wieder getroffen haben. Das passiert auf der Amadea garantiert nicht. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, und dass dies allein vom Schiff her funktioniert und man so richtig die Seele baumeln lassen kann, kann ich mir sehr gut vorstellen. Es verbinden sich moderne Elemente wieder mit dem klassisch-eleganten. Ein bisschen Kitsch gehört aber auch dazu. So wird es auch in den Kabinen gehalten, die nicht nur einladend, sondern hochwertig, elegant und auch sehr geräumig wirken.
Eine Partie Golf gefällig? Oben an Deck können Bälle geschlagen werden. Strandkörbe stehen zum Chillen bereit, und es gibt viele gemütliche Sitzecken, wo es sich aushalten lässt. Pool, Whirlpool, alles da!

Der Pool der Amadea am Heck.

Gemütliche Plätze sind Trumpf.

Eine Runde Golf gefällig?

Gute Aussicht ist garantiert.

Mittlerweile ist es 14 Uhr – Zeit, von Bord zu gehen, die neuen Passagiere stehen in den Startlöchern, Wechseltag. Während ich überladen mit vielen Eindrücken das Cruise Terminal verlasse, kommen mir viele Menschen mit Koffern und einem strahlenden Lächeln im Gesicht entgegen. Wie gerne würde ich tauschen, aber zumindest geht es für mich noch nicht komplett heim, sondern in ein wunderbares Hotel: Das Atlantic Hotel Sail City in Bremerhaven.
Nicht nur der erste Eindruck ist gewaltig, denn das Hotel liegt direkt am Weserdamm, und ich bin sicher nicht die Erste, die denkt, dass es von der Architektur her eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Burj al Arab in Dubai hat. Ok, vielleicht ist es nicht ganz so hoch. Aber mit 140 Metern ist es das höchste Gebäude der Stadt.
Mobirise
Atlantic Hotel Sail City
In der 20. und 21. Etage gibt es eine Aussichtsplattform. Der Eintritt kostet vier Euro, die Tickets bekommt man nicht in der Hotellobby, sondern direkt am Aufzug, der einen nach ganz oben bringt. Die kleine Investion lohnt sich, ist eigentlich ein Muss. Die Sicht auf die Weser und die Stadt ist gigantisch. Zeit, einen Augenblick inne zu halten und den Moment zu genießen.
Dann das Hotel an sich: Ich beziehe Zimmer 409 mit seitlichem Weserblick und komme aus dem Staunen und Schwärmen nicht mehr heraus. Ich komme mir vor wie auf einer Schiffskommandobrücke, so breit ist die Fensterfront. Einfach gigantisch. Und das Highlight erlebe ich am Abend, denn wenn die Sonne untergeht, habe ich den besten Blick – der Fernseher kann da aus bleiben. Vorbeifahrende Schiffe und die vielen Lichter machen die Aussicht und den Moment perfekt.
Das Zimmer ist sehr modern eingerichtet, an der Kaffeemaschine kann ich mir nach Belieben Kaffee zubereiten und ihn an der Fensterfront sitzend genießen. Auch das Bad ist einladend und sehr modern.

Zimmer 409

Das nenne ich mal einen Ausblick.

Was mich weiterhin beeindruckt: Das Thema Nachhaltigkeit spielt in diesem Hotel eine große Rolle. Das Hotel nimmt an verschiedenen Projekten teil, immer wieder wird auf die Nachhaltigkeit hingewiesen. Es fängt dabei an, dass die Köche ihre Zutaten am liebsten aus der Region beziehen und frisch verarbeiten. Ab und an finden sich ganz besondere Spezialitäten auf der Speisekarte, unter anderem der Wasserbüffelburger. Die Tiere, die auf der Luneplate, dem größten Naturschutzgebiet in der Region zu Hause sind, haben ein schönes Leben. Wenn dort Büffel geschlachtet werden, steht die Spezialität in verschiedenen Varianten auf der Speisekarte.
Kurzum: Das 4-Sterne-Hotel hat mich komplett überzeugt, und wenn ich demnächst wieder einmal ab Bremerhaven auf eine Kreuzfahrt gehe, werde ich dort sicher im Vorfeld oder im Nachhinein übernachten.

Perfekte Lage in den "Havenwelten"

Das Atlantic Hotel Sail City liegt mitten in den „Havenwelten“ von Bremerhaven. Von dort aus kann man unglaublich viel unternehmen. Zum Beispiel ist das Klimahaus Bremerhaven direkt nebenan, und auch der „Zoo am Meer“ und das „Deutsche Auswanderhaus“ liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Spannend ist auch der Museumshafen der Deutschen Schifffahrtsgesellschaft. Und wer Kreuzfahrtschiffe einfach mal aus der Nähe sehen möchte, ohne gleich eine Besichtigung zu buchen, der kann im Columbus Cruise Center auf die Besucherplattform gehen und die Schiffe aus der Nähe bewundern. Das kann ich empfehlen.
Mein Fazit des Kurztrips nach Bremerhaven: Es muss nicht immer gleich eine Woche Kreuzfahrt sein, denn auch das „Schnuppern“ der Kreuzfahrtluft bringt Glücksmomente. Und Bremerhaven ist definitiv eine Reise wert.

Carmen, 12. Juni 2019

Einmal Auszeit Richtung SKANDINAVIEN

Vitamin Sea ist Balsam für die Seele

Zwei Hauptstädte in vier Tagen, verbunden mit einem himmlischen Seetag - die perfekte Kurztour in den Norden. Mit AIDAvita geht es nach Skandinavien. Die Vita ist ein Schiff aus den Anfangszeiten von Aida Cruises, neben der Aura mein persönliches Lieblingsschiff. Warum? Mit 1250 Passagieren reist man ein wenig familiärer, wenn man das überhaupt so nennen kann. Das mit 202 Metern relativ kleine Kreuzfahrtschiff hat Charme und Charakter, und es hat mich schon mehrfach zu tollen Zielen gebracht. Und es hat die Ocean Bar auf Deck 7 - eine kleine, ruhige Bar am Heck des Schiffes. Der perfekte Ort, um das Auslaufen aus einem Hafen zu zelebrieren. Diese fast ein wenig versteckte Bar ist so klasse, und nur noch auf der Aura in dieser Form zu finden.
Da wir immer auf Grund der Route buchen, ist die Freude groß, wenn es kleine Schiffe sind, die genau dort unterwegs sind, wo wir hin wollen. Los geht es dieses Mal in Kiel, dieses Mal mit einer Freundin. Wir haben uns vorgenommen, es ruhig angehen zu lassen. Aber auch, dass wir in Kopenhagen und auch Oslo Sightseeing machen. Es ist definitiv nicht ratsam, immer und überall auf eine Faust loszuziehen, weil man nicht in der Gruppe los will, aber in Kopenhagen und auch Oslo liegen die Kreuzfahrtschiffe so zentral, dass es problemlos geht – entweder zu Fuß als auch zum Beispiel mit den Hop-on-Hop-off-Bussen.
So nehmen wir in Kopenhagen zuerst den Doppeldeckerbus, um uns eine Übersicht zu verschaffen. So ist der Plan, weil meine Freundin zum ersten Mal in der dänischen Hauptstadt ist. Auf Grund des Wetters hätten wir uns das an diesem Tag aber auch schenken können, denn durch die vom Regen beschlagenen Scheiben des Busses ist nicht wirklich viel zu sehen. Bei trockenem Wetter lohnt sich das 27,50 Euro teure Ticket aber schon, denn man kann einen Tag lang ein- und aussteigen, wo man will und auf diese Art für kleines Geld richtig viel sehen. Das Ticket kann man übrigens auch schon online im Vorfeld buchen. Es lohnt sich, die Anbieter zu vergleichen, denn Preisunterschiede gibt es durchaus. 
Kurze Planänderung auf Grund des Wetters bei uns: Raus aus dem Bus im Hafenviertel Nyhavn. Das Viertel ist ein Muss. Alles ist so unglaublich malerisch, die aneinandergereihten Häuser in bunten Farben strahlen etwas ganz Besonderes aus. Kein Wunder, dass Nyhavn viele dänische Postkarten ziert.
Zwei Minuten, nachdem wir ausgestiegen sind, hat der Wettergott übrigens doch ein Einsehen und schickt uns ein paar kleine Sonnenstrahlen. Zuerst fallen in Nyhavn Hunderte Liebesschlösser an einem Brückengeländer auf. Diese Brücke ist aber nicht nur wegen der zahlreichen Schlösser von vielen Menschen belagert, sondern weil man auch von dort aus am besten die charakteristische Häuserzeile fotografieren kann. In der heutigen Zeit sind es vor allem Gastronomen, die sich am Kanal niedergelassen haben, und es ist ein Vergnügen, dort einen Kaffee zu trinken und einfach innezuhalten, um den Augenblick zu genießen.

Das Hafenviertel Nyhavn in Kopenhagen ist ein beliebter Treffpunkt.

Für immer und ewig.


Wir beschließen, auch für den Rest des Landgangs auf den Bus zu verzichten und machen uns zu Fuß auf den Weg zum Schiff. Natürlich nicht direkt, ein bisschen was sehen wollen wir ja schon. Das Schloss Amalienborg ist das nächste Ziel. Die Strecke von Nyhavn bis zum Schloss kann man ganz bequem zu Fuß gehen, und in direkter Nähe zum Schloss, wo wir passend zur Wachablösung ankommen, gibt es einen wunderbaren, riesigen Springbrunnen. 
Am Wasser entlang gehen wir weiter bis zur Kleinen Meerjungfrau; und wer die Bronzefigur an der Langelinie zum ersten Mal sieht, ist erstaunt, wie klein sie mit 1,25 Metern doch ist. Aber auch hier zählt: Man muss sie begrüßt haben. Auch wenn man schon mehrfach im schönen Kopenhagen gewesen ist.

Sprudelnder Empfang am Schloss Amalienborg. 

Sie sitzt auf Steinen und wartet stets geduldig auf ihre Besucher: Die Kleine Meerjungfrau.

Zurück auf der Vita entscheiden wir uns, auch am nächsten Tag in Oslo auf großes Sightseeing zu verzichten, denn die Kreuzfahrtschiffe, die die norwegische Hauptstadt erreichen, liegen quasi mittendrin, So ist das architektonisch auffällige und sehr markante Rathaus in Sichtweite und die Festung Akershus quasi zum Greifen nah. Man könnte sagen, auf der anderen Straßenseite. Bitterkalt ist es mittlerweile, ohne dicke Jacke und Mütze läuft gar nichts. Zu Fuß geht es auf die mittelalterliche Festung, wo man auch ein Museum besuchen kann, das allerdings kostenpflichtig ist. Das Erkunden der Festung an sich ist kostenlos, durchaus spannend und bietet viele besondere Fotomotive. Dabei sehen wir auch unsere Vita aus einer anderen Perspektive. Fragt nicht, wie oft auch das Schiff neben der Festung an diesem Tag fotografiert wurde. Nach drei Stunden geht es wieder an Bord, für uns ist es einfach zu kalt.  


Die Festung Akershus

 AIDAvita besucht Oslo

 Das Ein- und Auslaufen aus Oslo ist stimmungsvoll, denn es geht zunächst durch den 118 Kilometer langen Oslofjord, was echt toll ist. Während es langsam dunkler wird, ist der Fjord in ein ganz besonderes Licht getaucht, was großartige Fotos ergeben hat.
Neben den beiden Hauptstädten gehörte ein Seetag zur Kurzreise, und was macht man da? Es sich einfach gut gehen lassen. Ich bin schon glücklich, wenn ich aufs Wasser schauen kann, was Gutes zu essen bekomme, was ja an Bord überhaupt kein Problem ist, Musik höre und abends einen köstlichen Cocktail trinken kann. Wir haben zusätzlich noch eine Massage gebucht. Ein weiterer guter Tag, und eine tolle kurze Auszeit aus dem Alltag. Besonders Kurzreisen, die in deutschen Häfen starten, sind für mich empfehlenswert, weil man sich einfach nicht nicht extra in den Flieger setzen muss. Kraft getankt und mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht wieder nach Hause gefahren. Und wie es so bei mir ist: Nach der Reise ist vor der Reise, und es wird weiter nach spannenden Zielen gesucht.

Mobirise

Den ersten Test bestanden: Seefest und glücklich

Ich sehe die erschrockenen Blicke noch heute.  Dabei ist es schon 19 Jahre her. „Was willst du da?“ „Eine Kreuzfahrt ist nur was für alte Leute“, „Das ist doch viel zu teuer, lass uns was anderes buchen.“ Niemand, wirklich niemand aus meiner Familie sowie meinem Freundes- und Bekanntenkreis konnte meine Begeisterung verstehen, dass ich auf ein Kreuzfahrtschiff wollte. Das war mir egal.
1996 ging AIDA an den Markt, und den ersten Katalog hatte ich sage und schreibe drei Jahre lang auf meinem Nachttischchen liegen. Immer wieder blätterte ich darin herum, um dann endlich zu buchen. 24. September bis 1. Oktober 1999, Kabine 5125 auf der AIDAcara. Damals wurden die Kabinen einfach als A-, B- und C-Kabinen genannt, Ich hatte eine A-Kabine (Meerblick), die B-Kabinen hatten auch Meerblick, aber getrennt stehende Betten, und die C-Kabinen sind heute die Innenkabinen.
Ziel war also die AIDAcara, die im Sommer immer freitags in Palma de Mallorca anlegte, um dann eine Woche lang „rechts rum“ und dann die nächste Woche „links rum“ zu fahren. Im Winter war der Heimathafen La Romana in der Karibik, und es gab ebenfalls nur zwei Touren. Damals war AIDA noch "klein", und so wie sich das Unternehmen vergrößerte, wuchsen auch die Schiffe mit. Die Cara ist heute das Mutterschiff der Kussmundflotte, und ich schätze sie heute noch sehr. Mit ihren 193 Metern Länge und 27 Metern Breite gilt sie als die "familiärste" unter den AIDA-Schiffen.
Meine Tour führte von Palma nach Olbia/Sardinien, Livorno, Barcelona, Ibiza und wieder nach Mallorca.
Ihr müsst euch vorstellen, dass ich einen späten Flug hatte und als eine der letzten am Schiff ankam. Ich hatte noch nie ein Kreuzfahrtschiff aus dieser Nähe gesehen, und so stand ich auf Mallorca auf der Pier – staunend und ziemlich ergriffen. Ich war überwältigt und habe direkt zuhause angerufen, um meine Glücksgefühle zu teilen. Zuhause aber war man immer noch skeptisch. An Bord kannte ich mich direkt aus. Kein Wunder, wenn man die Deckpläne quasi auswendig gelernt hatte... 
Gerade noch rechtzeitig war ich zum Auslaufen an Deck. Mit dem Blick auf die beleuchtete Kathedrale von Palma liefen wir aus, und ich war einfach nur glücklich. So wie den Rest der Reise. Ich hatte es geahnt, dass diese Art, die Welt zu entdecken, perfekt für mich ist. Auch den ordentlichen Seegang auf dem Weg von Barcelona nach Ibiza hab ich gut verdaut - seetauglich!
Auch wenn ich alleine an Bord gegangen war, habe ich schnell Anschluss gefunden, und am Ende der Woche waren wir eine Fünfergruppe, die sich gefunden hatte. Schnell wurde mir klar, dass das nicht meine einzige Kreuzfahrt bleiben wird, und ehrlich gesagt, war ich nach der Tour auf der Cara ziemlich müde, genauer gesagt urlaubsreif, denn die Nächte haben wir ordentlich gefeiert. Von wegen, das ist nur etwas für alte Leute. Und ich habe viel gesehen, Barcelona fand ich ganz besonders spannend. Bis heute habe ich viele andere mit meiner Begeisterung angesteckt. Zum zweiten Mal an Bord gegangen bin ich dann 2001 und habe seitdem kaum ein Jahr ausgelassen.
AIDA kann man übrigens in allen Lebenslagen genießen, als Single, mit Freundinnen oder als Paar. 
Mobirise

Die Gedanken sind frei

Was das Meer so mit einem anstellt

Wir legen ab, und meine Gedanken sind frei. Warum  ist das eigentlich so? Das habe ich mich immer wieder gefragt, denn es war in meinen Urlauben an Land tatsächlich anders. Nicht, dass ich da nicht auch abschalten kann. aber es dauert viel länger, und der Erholungseffekt lässt viel länger auf sich warten. Die Anreise zum Schiff kann so stressig sein, wie sie will, wenn ich die Gangway hochgehe, ist alles vergessen, und ich bin angekommen. Das ist zumindest bisher auf den Schiffen der Kussmundflotte so. 
Zum jetztigen Zeitpunkt habe ich 28 Kreuzfahrten gemacht, und ehrlich - wir haben wirklich versucht, den Haupturlaub an Land zu verbringen. Aber auch da ist es so, ich will aufs Meer und mache Stress, bis der Bootsausflug endlich gebucht ist. 
Na, und nach ein paar Tagen ist es dann gewöhnlich so, dass ich den Urlaub an Land mit dem Urlaub auf dem Meer vergleiche und eigentlich ein bisschen unzufrieden nach Hause komme. 
Es ist dieses bestimmte Gefühl, was mich überkommt, wenn an Bord die Auslaufmusik erklingt, am liebsten höre ich beim Auslaufen "Sail away" von Enya. Und ich habe auch nach 18 Kreuzfahrtjahren Pipi in den Augen, wenn es losgeht, bin emotional und ergriffen. Die Menschen an Bord (okay, die meisten),  wissen, dass eine Kreuzfahrt etwas Besonderes ist, auch nach vielen Touren. Und es ist immer noch mehr als aufregend. Und ich fühle ich mich auf den AIDA-Schiffen echt zuhause.
Das - oder auch mein - Verhalten an Bord hat sich aber im Laufe der Jahre geändert: Habe ich anfangs noch versucht, alles an Aktivitäten mitzunehmen, gehe ich es heute eher sehr gelassen an. Weniger ist manchmal eben mehr und bedeutet auch mehr Genuss. 
Besonders gut entspannen kann ich am Heck des Schiffes. Schnell ist ein bequemer Stuhl gefunden, die Füße kommen auf die untere Querstrebe der Reling. Dazu ein Cappuccino oder auch ein Cocktail - je nach Uhrzeit - und ich kann am Seetag stundenlang das Meer anstarren. Da bringt mich runter, und der Stress des Alltags ist vergessen. Dazu die Vorfreude auf den nächsten Tag, wenn es an Land geht und wieder etwas Neues auf mich wartet. 



Von Antalya ins Schwarze Meer und über Griechenland zurück

Was für eine tolle Reise, die 2011 noch möglich war - mit einem meiner Lieblingsschiffe - der AIDAaura

Wir sind mitten in die Jalta-Konferenz geplatzt, allerdings waren die Hauptdarsteller nicht mehr da...  und wir haben das Schwalbennest auch von der Wasserseite gesehen, weil Kapitän Vincent Cofalka eine Schleife für uns gefahren ist. In Socchi/Russland sind wir quasi abgesoffen, aber immer der Reihe nach.
Alle guten Dinge sind 13... nicht auf den AIDA-Schiffen, aber bei mir schon... 2011:  Es war insgesamt meine 13. Tour mit einem Kussmundschiff, und es sollte eine ganz besondere werden...
Als Individualreisende kamen wir schon einen Tag früher in Antalya an - Zeit, um die Altstadt Antalyas zu erkunden, aber wenn ich ehrlich bin, geschah das nur halbherzig... ihr wisst, wie es ist: Ich will auf's Schiff! Aber dann, tags drauf: Ein Taxi bestelllt, ab zur Aura: Willkommen zuhause! Wir sind wieder da. Auf dieser Reise traf ich Sandrina wieder, die mit mir in den Top 20 der Taufpatinnen-Anwärterinnen um den Titel gekämpft hat... sie ist mit ihrer ebenfalls Aida-verrückten Family da.
Eines vorab: Antalya war heiß - so heiß, dass wir wirklich froh waren, endlich in See zu stechen... der entspannte erste Seetag war wunderbar, und da dachten wir noch, ach was haben wir noch viel Zeit... von wegen, die Reise - ihr kennt es - verging wie im Flug...

Erstes Ziel war Izmir in der Ägäis, und wir erkundeten bei 28 Grad das frühere Königreich Pergamon, kletterten zwischen den „alten Steinen“ - würde Captain Out (Dieter Wieprecht) jetzt sagen - umher. In die Geschichte einzutauchen, ist für uns immer spannend, vor allem, wenn es dann auch noch viel zu fotografieren gibt. Die Ruinen des Trajan-Tempels, die Überreste des sehr steilen Theaters und der Platz, wo einst der Pergamonaltar stand, lassen die Bedeutung der antiken Stätte erahnen.
In Izmir haben wir zudem die Diva getroffen - ein Schwesterntreffen hatte ich noch nicht erlebt... wir sind vor der Diva von Izmir weg, und man hat uns würdig verabschiedet. Das war so ein bewegender Augenblick, das möchte ich nochmal erleben. La-Ola-Wellen auf der Diva, ein Tränchen angesichts des besonderen Moments auf der Aura.
Istanbul - die Metropole am Bosporus - hielt uns die nächsten beiden Tage in Bewegung... da wir schon mal mit AIDA in Istanbul waren, zogen wir jetzt auf eigene Faust los, und das war gut so... ganz in Ruhe die Hagia Sophia zu erkunden, das macht Spaß. Verweilen, staunen, ganz ohne Druck das nächste Ziel zu erreichen. Auch die Zisternen haben wir uns angeschaut, Wahnsinn! Natürlich ist auch die Blaue Moschee ein Muss, aber die hatten wir bereits ausführlich erkundet. Der Besuch des Basars lohnt sich immer, und ein paar Schuhe waren meine Beute. 
Richtig spannend war das Auslaufen aus Istanbul Richtung Schwarzes Meer. Die Bosporuspassage ist Wahnsinn! Immer wieder! Unter den Brücken, die Europa und Asien verbinden, duckte sich die Aura her... schön...
Sentimental wurden vor allem die Frauen direkt im Schwarzen Meer, als die Aura von zahlreichen Delfinen begrüßt wurde. Herzlich willkommen im neuen AIDA-Areal! Socchi in Russland war das erste Ziel, das nicht nur von den Gästen mit Spannung erwartet wurde. Schließlich war noch kein Aida-Schiff (auf offizieller Tour) im Schwarzen Meer. Dazu komme ich aber später... 
Socchi... was soll ich sagen - Regen!!! Der Vormittagsausflug schaffte es noch trocken aufs Schiff zurück, die Nachmittagstouren soffen förmlich ab. Ich hasse Regenschirme und hatte mich so nur mit einem Basecap auf dem Kopf auf die Tour begeben. Das sollte ich bereuen. Die erste Kirche erreichten wir noch fast trocken, doch dann ging es ab. Wir mussten den Ausflug abbrechen und wurden mit heißem Tee und Handtüchern auf der Aura empfangen.
Jalta /Ukraine auf der Krim war für uns ein Highlight der Reise. Mit einem Taxi haben wir die Sehenswürdigkeiten abgefahren, das war super und hat für uns beide zusammen gerade mal 50 Euro gekostet. Im Liwadija-Palast erlebten wir die Jalta-Konferenz nochmal, in der Alexander-Newski-Kathedrale waren wir so ehrfürchtig, dass uns der Atem stockte. Wunderschön! Und ein Besuch des tollen Aussichtspunktes Schwalbennest durfte natürlich nicht fehlen.
Odessa/Ukraine: Ein Traum. Die Aura parkte quasi direkt in der Stadt, und dass dort schon mal ein Aida-Schiff gelegen hat, bewies eine Postkarte. Ein junger Ukrainer verkaufte Postkartensets vor der wunderschönen Oper, und AIDA-Fans erkennen ein Schiff aus der Flotte sofort... hehe.... aufgeflogen. AIDA war wirklich schon mal dort, als die Vita gechartert wurde. Das hatte man uns nicht gesagt. Auf den Spuren von Katharina der Großen tauchten wir gerne in die Historie ein, standen ehrfurchtsvoll an den Potemkinschen Treppen. Mein Highlight war die prunkvolle Oper mit ganz viel Glitzer und Gold.
Varna in Bulgarien war ein schönes Ziel, aber für mich nicht der schönste Halt... wir besuchten einen großen Steingarten und hatten Spaß mit einer Folkloregruppe - ein schöner Aida-Ausflug. Toll war es, dass die Aida direkt in der Nähe eines großen Strandes gelegen hat und nachmittags fast alle noch einen Sprung in die Fluten wagten. Leicht zu erkennen am gelb-weißen Handtuchlager am Strand ;-)
Und dann kam sie wieder: Die schöne Bosporuspassage auf dem Rückweg vorbei an Istanbul. Mit einem Kaffeebecher in der Hand saß ich am Heck. Genießerzeit. Auch die Passage durch die Dardanellen war wunderbar, und als nächstes Ziel steuerten wir Thessaloniki in Griechenland an. Unser Highlight war das Archäologische Museum. Tja, und nachmittags folgte dann der Besuch beim Schiffsarzt. Die Klimaanlage auf der Aura hat mich wieder mal geschafft.

Zuckersüß präsentierte sich am nächsten Tag das griechische Inselchen Samos. Nicht nur unser Kapitän war überrascht, dass die Pier für die Aura viel zu kurz war... wir hatten wieder Genießerzeit und verzogen uns an eine kleine Bucht... Kristallklares Wasser sorgte für tolles Badevergnügen - mit schönem Blick auf die Aura.
Immer wieder gerne laufen wir Rhodos an, die Aura liegt da so zentral, dass man ganz bequem in die Altstadt gehen kann... Shopping! Kaffee trinken, Leute beobachten und sich auf dem Schiff dann für den Farewellabend fertig machen... Tja, und da war er wieder, der Hummer als Buffet-Highlight, der aber auch die Gewissheit bedeutete, dass es zurück nach Antalya ging.
Und dann hieß es wieder warten: Auf die nächste Tour... Nach der Reise ist vor der Reise! Wir hatten eine tolle Zeit, haben entspannt, gefeiert, geschlemmt, gelacht und gestaunt: Über die Unarten einiger Gäste... setzt Euch mal eine halbe Stunde in die Nähe der Rezeption... „Wieso bekommen wir kein Geschenk von Aida? Wir haben Silberhochzeit".... und und und. Aber es war lustig. So wie die ganze Reise. Das Showensemble war super, der Comedian Robert Loius Griesbach auch. Und jetzt hätt ich gerne einen Cocktail... einen „Sunrise“ bitte! Auf AIDAsehn!

TRANSAMERIKA: Trolle, Wale
und Miss Liberty

Stürmische Traumreise von Hamburg nach New York

Von Hamburg nach New York:   18 Tage, viel Natur und ein Koffer, in dem einfach alles ist: Der Bikini, Shorts und T-Shirts, aber auch Winterjacke, Mütze, Handschuhe und ein dicker Schal. Auf dieser Reise muss man auf jedes Wetter gefasst sein. In Hamburg wartete die AIDAdiva auf uns, ein Schiff der Sphinx-Klasse, auf dem wir schon mehrere Male unterwegs waren. Willkommen zu Hause!
Es war anders als sonst, die Aufregung war größer, denn bis nach Amerika zu fahren, und das noch nicht mal auf dem direkten Weg, das macht man wohl nicht so oft im Leben. Ich zumindest nicht.
Kurz vor der Anreise gab es eine Info über eine kleine Änderung: Orkney-Inseln statt Faroer – sehr gut, denn dort hätte ich wegen des Walfangs eh keinen Fuß an Land gesetzt.
Erstes Ziel war Bergen, immer wieder schön… Zu Fuß ging es zur Floibahn, die nur 150 Meter entfernt vom Fischmarkt ist, und auf 320 Metern haben wir die wunderbare Aussicht genossen und anschließend im Ort ein Fischbrötchen gegessen. Richtig teuer, aber lecker. Von Norwegen ging es dann zu den Orkney-Inseln, und schon hier war zu spüren, dass der Wind zulegte. Ungemütlich war es in Kirkwall und Umgebung, und die archäologische Ausgrabung am Meer verlor ein wenig an Reiz, weil wir ordentlich damit beschäftigt waren, uns irgendwie vor dem heftigen Wind zu schützen. Und es sollte noch schlimmer werden. Was dann folgte, waren dreieinhalb Tage am Stück auf See, unfreiwillig. Nächstes Ziel war Akureyri im Norden Islands. Der Weg dorthin war heftig, denn bei acht bis zehn Meter Wellen hatten einige Passagiere zu kämpfen. Uns macht der Seegang nichts, aber es ist interessant zu beobachten, wie sich das Verhalten der Leute an Bord ändert.
Nach eineinhalb Tagen dann Land in Sicht, aber ich muss zugeben, dass es echt enttäuschend ist, wenn man die Destination erreicht, aber nicht an Land kann, weil es nur einen Schlepper gibt, der bei dem Wind nicht ausreicht, um ein Kreuzfahrtschiff sicher in den Hafen zu bringen. Wir fuhren also an Akureyri vorbei, winkten mal kurz und freuten uns nicht besonders, als der Kapitän verkündete, dass es auf dem Weg nach Reykjavik noch schlimmer werden wollte. So war es auch. Beim Essen rutschten wir auf unseren Stühlen quer durchs Restaurant, Berge von Tellern krachten auf den Boden und beim Gang über das Schiff war Vorsicht angesagt. So sind wir quasi einmal rund um Island gehüpft, um dann nach dreieinhalb Tagen in Reykjavik anzulegen. Einige hatten einen „Schiffskoller“ und hatten einen leicht aggressiven Unterton beim Reden. 
Langsam beruhigte sich das Wetter, und mein persönliches Highlight rückte näher: die Prins Christian Sund-Passage. Der erste Eisberg ließ mir die Tränen in die Augen schießen, so sehr berührt hat mich dieser Anblick. Dazu kamen dann noch Wale, das war so krass. Die Passage war ein Traum, es war zwar bitterkalt, aber sonnig – und atemberaubend schön. Bei Grönland stoppte der Kapitän die Diva, und ein Boot wurde zu Wasser gelassen. Zum einen brachten Crewmitglieder eine große Kiste Süßigkeiten an Land. Die knapp 50 Bewohner freuten sich riesig. Zudem wurde von einem Eisberg eine „Ecke“ abgeschlagen, und dieses Eis genossen wir dann im Whiskey. So mag ich den dann auch.
Weiter ging es nach Qaqortoq in Grönland. Mit den Tenderbooten ging es an Land. Viele bunte Holzhäuser ließen den Ort idyllisch wirken, und dazwischen herum zu laufen, war schön. Der einzige kleine Souvenirladen ist eine Goldgrube. Qaportoq ist mit knapp 3200 Einwohnern der bevölkerungsreichste Ort in Südgrönland. Und wenn dann ein Kreuzfahrtschiff vorbeikommt, könnt ihr euch vorstellen, was da los ist. Für mich war dieser Ort ein Höhepunkt der Tour, aber auch auf Neufundland hab ich mich riesig gefreut.

Grönland: Mein ganz persönliches Highlight der kompletten Reise, auch wenn es bitterkalt war. 

Charmant: die bunten Häuser in Qaqortoq.

Wie sollte es anders sein, auch die Passage bis Neufundland legten wir bei nicht gerade ruhiger See zurück. St. John‘s hat einen Naturhafen, der uns später noch zum Verhängnis werden sollte. Die Stadt ist eine der ältesten europäischen Siedlungen Nordamerikas. Wir haben uns vorher im Netz schlau gemacht und sind einfach zu Fuß zum Leuchtturm auf dem Signal Hill marschiert. Von dort aus wurde das erste Funksignal nach Europa gesendet, und wir genossen eine grandiose Sicht, auch auf den Hafen, wo die Diva lag.
Der zunehmende Wind verhieß nichts Gutes: Ursprüngliche Abfahrtszeit war 18 Uhr, aber das Wetter wurde zu schlecht. Die Durchfahrt durch die Hafenein- und ausfahrt war nicht möglich, weil nicht genügend Sicherheitsabstand zu beiden Seiten war. Also hieß es warten. Erst am nächsten Morgen um 6 Uhr hieß es dann „Leinen los“, und diese Zeitverzögerung konnten wir bis zum nächsten Hafen – Halifax in Kanada – nicht mehr aufholen, so dass der Kapitän entschied, direkt nach New York durchzufahren. Schade, aber immerhin wurde das Wetter besser, und zum ersten Mal konnten wir auf der Tour T-Shirt und Shorts ausführen, halt nur aufs Deck ;-)
So, lange währte die Freude nicht, denn der Kapitän änderte den Kurs direkt Richtung Festland. Der Grund war ein erkrankter Patient, der ausgeflogen werden musste. Und um die Strecke für den Heli zu verkürzen, fuhren wir ihm entgegen.
Was ich bis heute nicht verstehen kann, ist die Reaktion vieler Passagiere, die ein Problem damit hatten, sich während der Luftrettung nicht draußen aufzuhalten. Okay, es war endlich warm draußen, aber es ging um ein Menschenleben, und da müssen nicht alle zugucken, wenn der Patient geholt wird.
New York – mit dem Schiff dort einzulaufen, ist etwas ganz besonderes, und in der Tat, am Vorabend leerten sich die Bars tatsächlich früher, denn die Einfahrt wollte niemand verpassen. Schon um 5 Uhr waren wir oben, und versorgt mit viel Kaffee waren wir sehr gespannt. Die erste Brücke tauchte gegen 7 Uhr auf, draußen war es noch dunkel, und während es langsam hell wurde, fuhren wir an der Freiheitsstatue vorbei. Atemberaubend. Dann rückte die Skyline näher, und es ging die Sonne auf. Besser konnte es nicht sein. In Manhattan machten wir dann an der Pier fest, direkt zwischen der Norwegian Breakaway und dem Intrepid Air & Space Museum.
Zu Fuß machten wir uns auf, den Big Apple zu erkunden. Im Vorfeld hatten wir online Tickets für das One World Trade Center gebucht. Dazu raten wir unbedingt, die Schlangen sind endlos. New York ist die Stadt voller Gegensätze – viel zu laut auf der einen Seite, aber auch mit kleinen idyllischen Plätzen mittendrin, wo man kurz durchatmen kann. Es sind kleine Parkanlagen oder auch kleine alte Friedhöfe, die New York auch ein anderes Gesicht geben.
Der Abreisetag: Um es ein bisschen bequemer zu haben, buchten wir für den letzten Tag einen Ausflug mit AIDA, der praktischerweise am Flughafen endete! Und das empfehlen wir auch weiter,denn es ist eine ordentliche Strecke bis zu den Flughäfen und im Taxi kaum günstiger. Zum ersten Mal freute ich mich fast auf den Flug, denn wir haben einen super Flug (350 Euro) mit einem A380 von Singapur Airlines geschnappt. Irre, auf der Smartphone-App war der Flug 200 Euro günstiger als auf der Webseite der Airline.
Das war eine ganz besondere Tour, die wir irgendwann genau so wiederholen werden.